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30.11.2017 | Stephanie Wössner

So geht Medienbildung: Der Digital Education Day in Köln

Am 25. November 2017 fand in Köln zum fünften Mal der Digital Education Day  statt. Die Veranstaltung thematisiert die Vorgehensweise einer Stadt, Medienbildung in den Schulen zu verankern und der Jugend so eine zeitgemäße Bildung zu ermöglichen.

 

Zu den etwa 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gehörten neben Lehrkräften auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Schulträgern, Medienpädagoginnen und Medienpädagogen sowie Vertreter von Startups, die teils zukunftsweisende Produkte für den Bildungsbereich entwickeln.

 

Obwohl die Veranstaltung selbst dem Prinzip eines Barcamps folgte, das heißt dass die meisten Beiträge von den Teilnehmern selbst vorgeschlagen wurden und bei Interesse einen der 45-Minuten-Zeitslots zugewiesen bekamen, hatte das Team rund um den Digital Education Day bereits einige Referentinnen und Referenten im Vorfeld akquiriert und so ein Rahmenprogramm zusammengestellt. Dabei ging es um digitale Modellschulen, Digitale Medien in der Grundschule, Virtual und Augmented Reality, Programmieren und Digitale Spiele im Unterricht, OER sowie Jugendmedienschutz, Lernplattformen und Digitale Medien in der Lehrerausbildung. Mehr als ein Drittel der bereits im Vorfeld geplanten Beiträge kam aus Baden-Württemberg, der Rest fast ausschließlich aus Nordrhein-Westfalen. So waren unter anderem Micha Pallesche von der Ernst-Reuter-Schule aus Karlsruhe mit seinem Innovation Lab, Alexander Mittag, ein Mitarbeiter des Landesinstituts für Schulentwicklung Stuttgart, Stephanie Wössner, eine medienpädagogische Referentin des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg (LMZ) und ein Team aus St. Georgen beteiligt.

 

Baden-Württemberg war übrigens im Bereich Virtual und Augmented Reality besonders gut vertreten: Das Startup Insimity und Vertreter des Thomas-Strittmatter-Gymnasiums in St. Georgen präsentierten ihren Cyber-Classroom, der sich besonders gut in MINT-Fächern einsetzen lässt, um abstrakte Sachverhalte dank 3D-Technik anschaulicher zu gestalten. Stephanie Wössner vom LMZ gab eine Einführung in die virtuelle Realität (VR) mit Schwerpunkt auf dem Fremdsprachenunterricht. Sie zeigte, wie Schülerinnen und Schüler mit der App CoSpaces ganz einfach selbst virtuelle Inhalte erstellen und anschließend in einem Cardboard oder mit der Samsung GearVR anschauen und so durch das Element des Erlebens lernen können.

 

Insgesamt hat sich das von der Stadt Köln initiierte Veranstaltungsformat mit Workshops für alle Interessen und sowohl für Einsteiger als auch für Experten erneut bewährt und man würde sich wünschen, dass auch andere Städte nachziehen. Dank der langen Mittagspause und der Möglichkeit, die Aussteller den ganzen Tag in einzelnen Räumen anzutreffen, war außerdem genügend Zeit fürs Vernetzen.

 

Einen Überblick aller behandelten Themen einschließlich den Links zu den in den Workshops gemachten Notizen erhalten Sie in der Sessionübersicht.

 

Geplant ist übrigens eine ähnliche Veranstaltung mit dem Titel „Barcamp Lernräume“ am 17. März 2018 in Freiburg. Weitere Informationen gibt es auf der Website von Dejan Mihajlović.

Lesen Sie hier, was die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei Twitter gepostet haben:

Augmented / Virtual Reality, Informatik / Robotik, Lehrkräfte, Medienbildung

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